Ein Jahr Dornröschenschlaf in der Holzoper

Die sogenannte „Holzoper“, es handelt sich um den Schießstand der Schützengilde in der Passower Chaussee für die Luftgewehr- und Luftpistolendisziplinen. In der Tat eine Holzbaracke mit über 60-jähriger Geschichte, von der Baustelleneinrichtung des EVW (Erdölverarbeitungswerk) zur Sportstätte der Schützen, die seit nunmehr 30 Jahren ihren Dienst für den Sport verrichtet. Eine alte Dame oder alter Herr, wie man will, wo der Rücken langsam zu ächzen anfängt, so auch in diesem Holzgebäude. Für die Schützen ein Problem, denn ein möglicher Dachschaden wäre ein großer Verlust für unseren Schießsport in der Oderstadt. Erkannt hatten die Sportler, dass sich die Decke im Stand mehr und mehr abgesenkt hat. Eine Begutachtung durch die Schützenkameraden und Fachleute Werner und Kath ergab, dass eine Unterstützung der Dachbrettbinder in jedem Fall das Problem für das Dach in diesem Bereich wesentlich vermindern wird. Da die Schießstätte nun Korona bedingt monatelang außer Betrieb war und nur sehr vereinzelt genutzt wurde, konnte leicht die Baufreiheit für die Arbeiten hergestellt werden. Sehnsüchtig wurde auf den Anruf zum Beginn der Arbeiten gewartet.

In dieser Woche war es nun endlich soweit. Ist es das Wochenende nach dem Valentinstag, ein Geschenk, oder das einsetzende Tauwetter und der Frühling, das es losgehen konnte? Egal, die Männern der Fa. Kath aus Vierraden fuhren in der Passower Chaussee mit dem vorgefertigten Teilen vor und begannen unverzüglich mit dem Anpassen und Einbau der Dachträger. Ein ziemlich diffiziles Vorhaben, denn die alte Holzkonstruktion gibt nur nach und nach ihre Geheimnisse Preis und in der Tat konnte alles nur nach und nach eingebaut werden. Ein voller Arbeitstag auf den insgesamt 17 Schießbahnen und ein sehr gutes Ergebnis. Die Dachstützen stehen sicher und sind so platziert, dass für die einzelnen Schießstände keine Sichtbehinderung erfolgt. Sehr gute Arbeit. Die abschließende Begehung zeigte schlussendlich zufriedene Gesichter. Der Präsident bedankte sich bei den Mitarbeitern der Fa. Kath im Namen der Schützen für die sehr gute Arbeit und sprach eine Einladung in den Verein aus. Wie, wann und was, soll später vereinbart werden….. .

Für die Vereinsmitglieder bleibt aber noch ein Stück Arbeit. Die Träger müssen nun Schuss- und Rückprallsicher verpackt werden. Holzleisten und Rigipsplatten sind zu montieren, na und ein bisschen Farbe kann auch nicht schaden. Es gibt viel zu tun bei den nächsten Arbeitseinsätzen. Aber das kennen wir ja schon. Wir hoffen auf eine hohe Beteiligung bei den Arbeitseinsätzen. Die Schützen werden eine gut gesicherte Schießstätte vorfinden. Hoffentlich geht es bald wieder los. Im Herbst zu den 31. Offenen Uckermärkischen Meisterschaften sollte es wieder auf allen Schießständen uneingeschränkt möglich sein.

Geht der Schießbetrieb nun endlich los? Im Vorstand wurde das Thema intensiv besprochen. Wenn alles gut geht, werden die ersten Wettbewerbe nach dem Lockdown, nunmehr aber nur vereinsintern! , „Trap in den Frühling“ und die Vereinsmeisterschaft „KK-Gewehr aufgelegt“ für den 13.03.2021 vorbereitet – nur mit Voranmeldung und Standvergabe, um den noch bestehenden Gesundheitsbedingungen gerecht werden zu können. Ein Anfang ist getan….. und wir werden weiter vom Sport und vom Vereinsleben berichten :-).

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